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13.03.2017
, Offenbach
Drillingsgeburt im Sana Klinikum Offenbach
Ein Ereignis mit Wahrscheinlichkeitsfaktor 1 zu 7000

Stolz präsentieren die Eltern ihre gesunden Drillinge. Mit ihnen freuen sich Oberarzt Dr. Matthias Engler (Kinderklinik), Oberärztin Dr. Susanne Marek (Leiterin Geburtshilfe und Pränataldiagnostik) Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Jackisch (Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe), Angela Goiny (Leitende Hebamme) und Stefanie Brüßler (Stationsleitung der Kinderintensivstation).

Innerhalb von drei Minuten waren alle drei da: Die Drillinge Anas, Amir und Ayman erblickten am 19. Februar 2017 im Sana Klinikum Offenbach gesund das Licht der Welt. Sechs Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin war es den drei Jungen bei Mutter Maha Fellat wohl zu eng geworden. Die in der 33. Schwangerschaftswoche geborenen Babys sind zwischen 1690 und 1875 Gramm schwer. „Den Kindern geht es gut, sie müssen nur noch ein paar Tage auf der Frühgeborenen-Intensivstation betreut werden“, so Dr. Matthias Engler, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Sana Klinikum Offenbach. „Die drei Jungen sind bereits so gut entwickelt, dass sie in den nächsten Tagen bereits auf die Normalstation verlegt werden können.“

Die Mutter war schon vor der Geburt  sechs Wochen stationär im Perinatalzentrum Level 1 des Sana Klinikums Offenbach intensiv und engmaschig überwacht worden. Hier arbeiten alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen – von der Geburtshilfe über die Anästhesie bis zur Neonatologie – unter einem Dach zusammen: „Eine an hessischen Krankenhäusern bislang einmalige Konstellation“, so Prof. Dr. med. Christian Jackisch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Das Zentrum mit der höchsten Versorgungsstufe bietet neugeborenen - insbesondere zu früh geborenen - Babys und ihren Müttern ein höchstmögliches Maß an Sicherheit. „Unser Perinatalzentrum ist speziell eingerichtet für werdende Mütter mit besonderen Geburtsrisiken wie Frühgeburten, Schwangerschafts-Diabetes und Mehrlingsgeburten. Deshalb konnten wir die Mutter schon während der Schwangerschaft optimal betreuen und so den Geburtstermin noch um ein paar Wochen hinauszögern“, erläutert Prof. Jackisch. „Denn jeder Tag im Mutterleib ist für die Gesundheit der Kinder ein Gewinn. Für mich war es bewundernswert, wie geduldig und gelassen die Mutter die wirklich körperlich anstrengende Zeit mit Bravour gemeistert hat.“ Es ist nicht ungewöhnlich, dass Mehrlingskinder schon einige Wochen vor dem errechneten Termin geboren werden. „In der Regel kommen Drillinge zwischen der 32. und 34. Woche auf die Welt“, erläutert Dr. Susanne Marek, Leitende Oberärztin der Geburtenabteilung. „Drillinge werden häufig früher geboren, da oft ein Blasensprung oder vorzeitige Wehen eintreten. So war es auch in diesem Fall. Die Versorgung der Kinder in der Gebärmutter war gut, aber durch den Blasensprung mussten wir den frühzeitigen Kaiserschnitt einleiten.“

Die drei Teams der Geburtenabteilung, Anästhesie und Kinderklinik haben sich schon Tage vorher auf das große Ereignis vorbereitet. „Jedes Kind hatte bei der Geburt seinen eigenen Kinderarzt“, erläutert Dr. Engler.  „Um dies für die Drillinge zu garantierten, hatte schon seit
Tagen ein Arzt zusätzliche Rufbereitschaft. Aber die Geburt verlief wie im Lehrbuch. Erst kam Anas, und dann folgten die beiden eineiigen Zwillingsbrüder Amir und Ayman.“ Die drei Jungs wurden unmittelbar nach dem Kaiserschnitt direkt auf die nebenan liegende Kinderintensivstation verlegt, wo das Team der Kinderklinik die Weiterversorgung übernommen hat.

Wenn die kleinen Racker nach Hause dürfen, beginnen für Mama Maha Fellat (Bankkauffrau) und Vater Ahmed Hattach (Physiotherapeut) die spannenden Erfahrungen als Eltern von Drillingen. „Wir haben uns immer schon eine große Familie gewünscht“, so Vater Ahmed. „Deshalb waren wir nicht geschockt, sondern haben uns sehr gefreut, dass es gleich drei auf einen Schlag werden würden. Ein bisschen Übung haben sie bereits. Zuhause warten auf die Jungen bereits zwei ältere Schwestern (Dounia 19 und Yasemin 12) sowie ein älterer Bruder Adam (10), sein Wunsch war es auch, dass seine Brüder ebenfalls wie er und sein Vater einen Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben A haben.

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Marion Band

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