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Prof. Dr. med. Christian Jackisch

Prof. Dr. med. Christian Jackisch absolvierte sein Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Erschloss sein Studium der Humanmedizin mit der Promotion zum Thema “Die Bedeutung der Transfusionstherapie bei der Behandlung der akuten hämorrhagischen Pankreatitis – Eine tierexperimentelle Studie“ im Jahr 1990 mit Erfolg ab.

Im gleichen Jahr erhielt er die Approbation als Arzt und begann seine Facharztausbildung an der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Dr. H.P.G. Schneider.

Der Arbeitsschwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war von Beginn seiner beruflichen Tätigkeit das Fachgebiet der Gynäkologischen Onkologie mit dem Schwerpunkt der operativen und systemtherapeutischen modernen Therapiemöglichkeiten bei Mamma- und Genitalkarzinomen.

Nach Erlangung der Facharztanerkennung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Jahr 1994 absolvierte er als Stipendiat der Deutschen Forschungs-Gesellschaft ein Post-Doc Fellowship an der renomierten John´s Hopkins University in Baltimore/MD in den USA. Unter der Supervision von Nancy Davidson beschäftigte er sich mit der endokrinen Modulation von Mammakarzinomzellen und deren Spezifikation der Apoptose unter Hormonentzug. Dieses Thema bildete die Grundlage seiner heutigen Expertise bei der antihormonellen Therapie des Mammakarzinoms.

Im Jahr 1995 wurde er zum klinischen Oberarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster ernannt und etablierte und leitete dort das Studienzentrum für klinische Studien in der Gynäko-Onkologie.

Zu seinen klinischen Schwerpunkten gehörte die Weiterentwicklung minimal invasiver Operationsverfahren im gesamten Spektrum der Frauenheilkunde. Hierbei entwickelte er eine besondere Expertise in der Diagnostik und Therapie bösartiger Erkrankungen in der Schwangerschaft.

Durch diese Expertise wurde er in den folgenden Jahren in die Executive Boards der wichtigsten Studiengruppen zur Therapie des Mammakarzinoms berufen, die weltweit die adjuvante und neoadjuvante Therapie des Mammakarzinoms verändert haben. Gleiches gilt für seine Berufung in die Studienleitgruppe der AGO-Studiengruppe Ovar der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie

Mit der Erlangung der Venia legendi der Medizinischen Fakultät zu Münster konnte er im Jahr 2003 Habilitation zum Thema „ Einfluss der Hormonsubstitution auf benigne und maligne Mammaläsionen – Immunhistochemische und laborchemische Typisierung“ erfolgreich abschließen.

National ist er seit vielen Jahren als Experte in die S-3 Leitlinien-Kommission zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms bestimmt und ist ebenfalls langjähriges Mitglied der Organkommission Mammakarzinom der AGO, die sich mit dem jährlichen Update der Therapieempfehlungen des Mammakarzinoms beschäftigt.

Aktuelle Schwerpunkte der klinischen und klinisch-wissenschaftlichen Tätigkeit:

Optimierung operativer Therapieverfahren im Bereich der Gynäkologie und Gynäkologischen Onkologie. Hierbei sind insbesondere die Standards in der Routineversorgung ein wichtiger Aspekt seiner Arbeit.

Weiterhin stellt die Optimierung und Einführung neuer molekularer Therapiemethoden in die Gynäkologische Onkologie einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Arbeit dar. Hierbei stellt die Bedeutung von Schwangerschaften nach bösartigen Erkrankungen ein intensives Arbeitsgebiet dar.

Sprachkenntnisse: Deutsch, Englisch

Akademische Ausbildung:

  • Studium: 1981-1988 Mineralogie und Humanmedizin an den Universitäten Münster, Essen Aachen und Bukarest
  • Staatsexamen: 28.11.1989
  • Promotion: 20.02.1990 „cum laude“, Thema: Die Bedeutung der Transfusionstherapie bei der Behandlung der akuten hämorrhagischen Pankreatitis – Eine tierexperimentelle Studie –
  • Approbation: 06.08.1990
  • Habilitation: 11.02.2003, Medizinische Fakultät der Westfälischen-Wilhelms Universität Münster, Thema: Einfluss einer Hormonsubstitution auf benigne und maligne Mamma Läsionen –Immunhistochemische und laborchemische Typisierung-
  • Apl.-Professur:    23.11.2005, Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Philipps-Universität Marburg

Beruflicher Werdegang

  • 1989-1990: Arzt im Praktikum, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der WWU Münster
  • 1990-1994: Facharztausbildung, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der WWU Münster
  • 27.08.1994: Gebietsbezeichnung
  • Arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • 1994-1995: DFG-Ausbildungsstipendium
  • Johns Hopkins University Baltimore/MD U.S.A.
  • The Johns Hopkins Oncology Center
  • Tutor: Nancy E. Davidson M. D.
    - In-vitro Untersuchungen zum programmierten Zelltod des Mammakarzinoms
    - Endokrine Regulationsmechanismen unter Estrogenentzug
  • 1995-1995: Wissenschaftlicher Assistent, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der WWU Münster
  • 1995-2002 Oberarzt , Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde Universitätsklinikum Münster
  • seit 1997: Prüfer für das  II. Medizinische Staatsexamen
  • Prüfer für das III. Medizinische Staatsexamen
  • 1998-2002 Leiter der Studienzentrale für klinische Studien im Bereich der Gynäkologischen Onkologie der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) der Deutschen Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie (DGGG) und der German Adjuvant Breast Group (GBG)
  • 20.07.2002: Fakultative Weiterbildung
  • Operative Gynäkologie
  • 14.10.2002: Leitender Oberarzt, Klinik für Gynäkologie, gynäkologische Endokrinologie und Onkologie Klinikum der Philipps Universität Marburg
  • 2002: Aufbau und Leitung AGO-Studiensekretariat für Gynäkologische Onkologie an der Klinik für Gynäkologie, gynäkologische Endokrinologie und Onkologie
  • Klinikum der Philipps Universität Marburg
  • 01.08.2003: Stellvertretender Direktor, Klinik für Gynäkologie, gynäkologische Endokrinologie und Onkologie, Klinikum der Philipps Universität Marburg
  • 01.11.2005: Wahl zum Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Perinatalzentrum Level I
  • Zertifiziertes Brustzentrum mit Empfehlung der DKG / DGS
  • 11.02.2011: Schwerpunkts Bezeichnung Gynäkologische Onkologie
  • 09.09.2011: Mamma Operateur im Zertifizierten Brustzentrum DKG/DGS, Senior-Mamma Operateur

Weitere Funktionen

  • 2012: Vorsitzender der Hessischen Krebsgesellschaft e.V.
  • 2012: Sprecher der Sektion B und Mitglied des Vorstands der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
  • 2011: Mitglied und Stellvertretender Leiter der Qualitätssicherung (GQH) Hessen für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie
  • 2011: Mitglied und Stellvertretender Leiter der ARGE/GE Hessen

Mitgliedschaften in Fachgesellschaften:

  • 1991: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • 1991: Deutsche Krebsgesellschaft
  • 1992: Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie
  • 1996: American Society of Clinical Oncology
  • 1996-1997: Leiter der Geschäftsstelle der Deutschen Menopause-Gesellschaft e.V.
  • 1997: German Association for Bone-Marrow and Stem-Cell Transplantation
  • 1998: German Consortium for Hereditary Breast and Ovarian Cancer
  • 1988: Gutachter der German Association for Bone-Marrow and Stem-    Cell Transplantation
  • 2000: Mitglied der Organkommission Mammakarzinom der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologischer Onkologie (AGO) der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
  • 2002: Gründungsmitglied der European Study Group on the Impact of Neutropenia in Chemotherapy (INC-EU)
  • 2002: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Mamazone, Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V.
  • 2004: Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Brustkrebshilfe e. V. München
  • 2006: Berufung als beratender Experte in die S-3 Leitlinienkommission Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms

Gutachter

  • Zentralblatt für Gynäkologie
  • Journal of Cancer Research and Clinical Oncology
  • Geburtshilfe und Frauenheilkunde
  • Clinical Breast Cancer
  • Annals of Oncology
  • Breast Care
  • Oncology
  • Lancet Oncology

Preise und Stipendien

  • 1992: Wissenschaftspreis der Niederrheinisch Westfälischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • 1992: Fellowship der Europäischen Gemeinschaft  „Europe against Cancer“
  • 1994: DFG-Ausbildungsstipendium Johns Hopkins Oncology Center, Baltimore/MD U.S.A.

Publikationen

Kontakt
Sana Klinikum Offenbach
Gynäkologie und Geburtshilfe

Starkenburgring 66
63069 Offenbach

Telefon: 069 8405-3850
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