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06.03.2019, Offenbach

Sana Klinikum fördert Sozialkompetenz künftiger Pflegekräfte

Stationsalltag im Krankenhaus – organisiert von Pflegeschülern

Auch das korrekte Zusammenstellen der täglichen Medikamente gehörte zu den eigenständigen Aufgaben der Auszubildenden. Der Pflegedirektor Nils Dehe (Mitte) ließ sich von den Schülern genau erklären, worauf sie achten müssen. Mit dabei zwei Praxisanleiterinnen, die stolz sind auf das sehr gute Ergebnis der Schüler.

Es ist ein Highlight ihrer Ausbildung: zwei Wochen lang haben die Schüler des dritten und letzten Ausbildungsjahres der Pflegeschule am Sana Klinikum Offenbach drei Stationen selbstständig geleitet und alle pflegerischen Aufgaben übernommen, die Abläufe auf Station selbständig gemanagt und dabei gleichzeitig ihre soziale Kompetenz erprobt. So konnten sie schon vor dem Abschluss ihrer Ausbildung ihre eigenen selbstständigen Erfahrungen im Berufsalltag als Pflegekraft kennenzulernen und unter realistischen Bedingungen beweisen, was sie bereits gelernt haben. Begleitet wurden sie während der Zeit von examinierten Pflegekräften, die allerdings nur im Hintergrund als Beobachter und Ansprechpartner und nur im Notfall aktiv in die Abläufe eingriffen.

„Bereits zum dritten Mal haben wir dieses Projekt mit großem Erfolg durchgeführt“, betont Pflegedirektor Nils Dehe und nennt die Schwerpunkte der beiden Praxistest-Wochen: Einübung in konstruktive Kritik, Ausbildung mit Realitätsnähe, Anpassung an die Rahmenbedingungen des Pflegedienstes. „Wir hoffen, dass sie mit dieser zusätzlichen wertvollen Erfahrungen in jeder Hinsicht das notwendige Rüstzeug für den Einstieg ins echte Berufsleben erworben haben.“

Eingesetzt waren die 26 Pflegeschüler in den Kliniken für Innere Medizin (Station 4A), für Gefäßchirurgie (Station 161) und elf Schüler in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Station 3C). Das Fazit des Pflegedirektors fällt eindeutig positiv aus: „Unser Projektteam hat eindeutig festgestellt, dass alle drei Gruppen sehr gut gearbeitet und viele wertvolle fachliche Erfahrungen mitgenommen haben. Alle Teilnehmer konnten individuell für sich selbst überprüfen, was sie schon gelernt haben, wo die eigenen Schwächen liegen, wie fit sie sich im Pflegealltag tatsächlich fühlen und inwieweit sie unter- oder überfordert sind. Die konstruktiv-kritischen Rückmeldungen des Projektteams waren für diese Selbsteinschätzung eine wertvolle Hilfe.“

Die gesamte Projektleitung (Schule, Praxisanleiter und Pflegedirektion) ist mit dem Projekt rundum zufrieden. Indat Tas, erfahrene Pflegekraft und freigestellte Praxisanleiterin: „Das war ein ausgesprochen leistungsstarker Jahrgang, der durch unsere Anleiter auf den jeweiligen Stationen schon bestens auf diesen Praxistest vorbereitet war. Unsere Schüler können jetzt besser konstruktiv, wertschätzend und offen miteinander sprechen, sich gegenseitig kritisieren und den Grund der beobachteten Mängel gemeinsam klären.

Verantwortung übernehmen
Die Schüler hatten ganz normale Dienste zu leisten, jeweils drei Schichten in 24 Stunden, und dabei eigenständig jeweils vier Patienten unter Beachtung der vorgegebenen Arbeitsschritte zu betreuen. Einmal war jeder als Schichtleitung eingesetzt und verantwortlich für die Organisation des Stationsalltags, die Delegation von Aufgaben, die Einhaltung von Pausenzeiten und die ordentliche Stationsübergabe an die nächste Schicht. In einem kurzen Feedback mit dem Projektteam wurde nach jeder Übergabe überprüft, inwieweit die Arbeitsabläufe richtig organisiert und erledigt worden waren.
 

Kontakt

Marion Band
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