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22.11.2019, Offenbach

Experten raten Rauchern zu regelmäßigen Untersuchungen

Lungenkrebs war Anfang des 20. Jahrhunderts noch relativ selten, aber unter anderem durch den weltweit gestiegenen Tabakkonsum ist er heute jährlich mit rund 1,8 Millionen Neuerkrankungen die weltweit am meisten verbreitete Krebsart“, erläutert der Chefarzt der Pneumologie am Sana Klinikum Offenbach, Dr. med. Andre Althoff. Er leitet gemeinsam mit seinem Chefarztkollegen Prof. Dr. med. Peter Kleine, zuständig für die Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Offenbach, das neue Lungenzentrum Rhein Main und  nimmt den Aktionsmonat November zum Anlass,  auf mögliche Warnsignale hinzuweisen: „Hält sich ein Husten hartnäckig über mehrere Wochen und kommt es sogar zu einem blutigen Auswurf, empfehlen wir, unbedingt einen Facharzt aufzusuchen. Auch unerklärliche anhaltende Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust können auf einen bösartigen Tumor hinweisen und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Des Weiteren können Kurzatmig- oder Atemlosigkeit ohne Grund oder Anstrengung ebenso auftreten wie Schmerzen in der Brust oder im Schulterbereich. Insbesondere Raucher sollten diese Symptome sehr ernst nehmen“, so Althoff. Leider seien diese Symptome relativ unspezifisch und träten oft auch erst auf, wenn der Krebs bereits weit fortgeschritten ist. Deshalb gehört der Lungenkrebs nach wie vor zu den Krebsarten, die am häufigsten tödlich endeten. Folglich empfiehlt der Pneumologe allen Rauchern eine regelmäßige Untersuchung ihrer Lungen. „Derzeit gibt es beim Lungenkrebs allerdings noch keine etablierten Vorsorgeuntersuchungen wie beispielsweise beim Brust- oder Darmkrebs. In Frage kommt oftmals eine sogenannte Niedrigdosis-Computertomographie, bei der die Strahlenbelastung deutlich geringer ist als bei einem normalen CT. „Wichtig ist, mit dem betreuenden Arzt im Gespräch zu bleiben und bei eventuellen Warnsignalen sehr aufmerksam zu sein. Am besten ist natürlich, ganz auf das Rauchen zu verzichten.“ Welchen Einfluss der zunehmende Konsum von E-Zigaretten spielen wird, sei noch unklar, so Althoff. „Fest steht aber, dass auch hier erhebliche Gefahren entstehen.“ Seit Beginn seiner Ausbildung zum Lungenfacharzt an der Uniklinik Gießen vor mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Dr. Althoff mit dem Thema Lungenkrebs.

Wie die Offenbacher Experten weisen viele Fachverbände in Deutschland und weltweit  im Monat November auf die Gefahren und mögliche Symptome von Lungenkrebs hin. Die Aktion geht auf das Jahr 2001 zurück, als sich insgesamt 25 internationale Patientenorganisationen zur „Global Lung Cancer Coalition“ (GLCC) zusammenschlossen und den November zum internationalen Lungenkrebsmonat erklärten. Ihr Ziel war und ist es, das Thema Lungenkrebs stärker im allgemeinen Bewusstsein zu verankern.

Auch in Deutschland zählt Lungenkrebs zu den häufigsten bösartigen Krebserkrankungen. Laut den Zahlen des Deutschen Statistischen Bundesamtes sterben jedes Jahr etwa 45.000 Menschen durch Lungenkrebs. Etwa sieben von acht Betroffenen sterben in den ersten fünf Jahren nach der Diagnose. Hauptursache ist das Rauchen. Auch die Weltgesundheitsorganisation machte im Frühjahr 2019 für rund zwei Drittel der Lungenkrebserkrankungen das Rauchen verantwortlich. Da sich das geschlechterspezifische Rauchverhalten in den letzten 30 Jahren stark verändert hat und heute auch viele Frauen regelmäßig Tabak konsumieren, hat das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, auch bei Frauen deutlich zugenommen.

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