Operative Verfahren zur Gewichtsreduktion

Herausragende Leistungsfelder unserer Klinik

Das steuerbare Magenband

Das erste steuerbare Magenband wurde 1993 in Belgien in minimal – invasiver Operationstechnik implantiert. Nach einem anfangs rasanten Anstieg der Bandimplantationen weltweit, wird heute aufgrund der häufig auftretenden Langzeitkomplikationen und der hohen Rate der Therapieversagern (etwa 1/3) die Indikation zur Magenbandimplantation nur noch selten gestellt. Das Prinzip des steuerbaren Magenbandes besteht in der alleinigen Restriktion. Durch die Implantation des Magenbandes wird ein kleiner Pouch (Vormagen) gebildet. Die innere Oberfläche des Bandes ist aufblasbar. Je nach Füllungszustand ändert sich der innere Durchmesser des Bandes und bedingt somit die Steuerbarkeit des Durchlasses von dem Vormagen in den Hauptmagen. Das Band wird mit der Steuerkammer (Port) durch ein langes Silikonband verbunden. Durch eine Punktion der Portkammer kann das System gefüllt oder entleert werden. Die alleinige Restriktion verlangt eine hohe Compliance (Mitarbeit) des Patienten.

Die Steuerung des Magenbandes wird nicht während der Operation vorgenommen, da es hier sehr schnell bei der Nahrungsaufnahme zu Verschwellungen kommen kann. Das Prinzip besteht darin, dass nach Platzierung des Magenbandes die Patienten ihre Flüssigkostphase zunächst fortsetzen und nach 3 Wochen erneut einbestellt werden. Haben die Patienten mehr als 5 bis 7 kg abgenommen, so wird zugewartet, bis eine stagnierende Gewichtskurve eintritt. Es gibt Patienten, die allein durch die Implantation des Magenbandes ausreichend an Gewicht abnehmen, ohne dass das Band jemals durch Punktion der Portkammer unter der Haut eingestellt wurde. Kommt es zum Gewichtsstillstand bzw. die Patienten haben nicht ausreichend in der Initialphase abgenommen, dann wird unter Durchleuchtung im Röntgeninstitut mit einer sehr feinen dünnen Nadel die Portkammer unter der Haut unter Durchleuchtung punktiert. Die Portnadel ist mit einem Schlauchsystem und kontrastmittelhaltiger Spritze verbunden. Nachdem unter Durchleuchtung das Band eingestellt wurde, erfolgt das komplette Verschließen des Magenbandes durch Füllung über die Portkammer. Erst danach erfolgt die orale Gabe eines Kontrastmittels, welches nach dem Schlucken sich vor dem geschlossenen Band staut. Nun wird unter Durchleuchtung schrittweise die Flüssigkeit aus der Portkammer wieder abgezogen, bis ein guter Durchtritt des Kontrastmittels nachweisbar ist. Hier wird sofort abgebrochen und die Einstellung des Magenbandes damit beendet. Nach Entfernung der Portnadel werden die Patienten angehalten, am gleichen Tage nur flüssige Nahrung zu sich zu nehmen. Sie müssen unmittelbar vor Verlassen des Krankenhauses in der Lage sein, ausreichend zu trinken. Treten keine Probleme auf, so werden die Patienten in ambulante Weiterbehandlung entlassen und eine Wiedervorstellung in 2 Monaten vereinbart. Am nächsten Tag müssen die Patienten entsprechend der Ernährungsempfehlungen sehr gut kauen und langsam essen, so dass zwischen jedem Schluckakt eine Minute Zeit vergeht. Erfolgreich eingestellt, sind die Patienten in der Lage, 40 bis 50 % ihres Übergewichtes innerhalb von einem Jahr zu verlieren. 

Alarmzeichen nach Magenbandimplantation

Während es bei der Operation kaum zu Komplikationen bei der Magenbandeinlage kommen kann, treten diese jedoch oftmals auch Jahre nach der Implantation auf. Am häufigsten ist das sog. „Slippage“, d.h. das Verrutschen des Magens durch das Magenband, wodurch es zu einem Verschluss der Durchtrittsstelle kommt. Zeichen sind die Unfähigkeit zu trinken und unstillbares Erbrechen. In diesem Fall muss eine sofortige Vorstellung in einem zertifizierten Adipositas-Zentrum erfolgen. Kann durch Entblocken des Magenbandes, d.h. Entfernung der gesamten Füllmenge aus dem Portsystem, nicht eine Passage für das Kontrastmittel durch das Band erreicht werden, so muss notfallmäßig durch eine Operation das Band geöffnet und entfernt werden. Eine weitere postoperative Komplikation ist die Magenbandmigration, d.h. das Einwachsen des Magenbandes in den Magen. Eine erneute Gewichtszunahme und Schmerzen im Bereich der Portkammer (ggf. auch Rötung und Schwellung und Infektion) können Zeichen einer Magenbandmigration sein. In diesen Fällen muss eine endoskopische Diagnostik erfolgen und das Magenband entfernt werden.

Literatur:
R. Weiner et al. Treatment of Obesity Using an adjustable Gastric banding System.Surgical Technol.Intern. IX 1-12, 2009
R. Weiner: manual Gastric banding. Barth-Verlag 1998
R. Weiner et al. Outcome after Laparoscopic Adjustable Gastric banding.  – 8 years experience. Obes.Surg 13m 2003 1-8R. Weiner . Magenband-Ratgeber, Trias-Verlag.

Der Roux Y-Magenbypass

Der Roux Y- Magenbypass ist eine der Standardoperationen in der Adipositaschirurgie und zählt zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Verfahren. Der Eingriff führt zu einer Gewichtsreduktion von 60 % bis 70% des Übergewichtes in den ersten zwei Jahren nach der Operation.

Im Rahmen der Operation wird am Mageneingang eine etwa 15 ml fassende Tasche (sogenannter Magenpouch oder Vormagen) gebildet. Der Hauptteil des Magens wird ausgeschaltet, verbleibt jedoch im Patienten. Die Magentasche wird anschließend mit dem Dünndarm verbunden, wobei eine bestimmte Strecke des Dünndarms von der Nahrungspassage ausgeschlossen wird.
Der Hauptmechanismus für den Gewichtsverlust ist die Nahrungsrestriktion. Hormonale Veränderungen (GLP-1 Hormon, Ghrelin) unterstützen nicht nur die Gewichtsabnahme, sondern beeinflussen auch die Insulinregulation.

Aus diesem Grund ist das Verfahren besonders bei Diabetikern geeignet, da es häufig schon nach wenigen Tagen zu einer Reduktion der oralen Antidiabetika und sogar der Insulinzufuhr kommt. Teilweise kann im Verlauf die Therapie vollkommen beendet werden. Aus diesem Grund werden im Rahmen von Studien (DiaSurg2 – Studie) mittlerweile auch Patienten mit einem BMI zwischen 26 bis 35kg/m² und einem insulinplfichtigen Diabetes operiert. 

Der Magenbypass beseitig zudem auch einen gastroösophagealen Reflux und ist dadurch eine effektive Therapiemaßnahme zur Behandlung von Refluxbeschwerden. Die Magenbypassoperation wird laparoskopisch, d.h. über 4-5 Einstiche in die Bauchdecke, durchgeführt. Vor der Operation ist eine zweiwöchige Flüssigphase einzuhalten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es hierdurch zu einer Verbesserung der verschiedenen Organfunktionen kommt, was die Grundlage für einen erfolgreichen und sicheren Operationsverlauf ist. Zudem führt eine präoperative Gewichtsreduktion von ca. 5 % des Körpergewichtes zu einer besseren langfristigen Gewichtsabnahme.

Eine parallele Änderung des Essverhaltens und daraus resultierend des Lebensstils ist wie bei jedem adipostiaschirurgischen Eingriff für den Erfolg unabdingbar. Eine lebenslange Substitution von Vitaminen und Spurenelementen ist elementar, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. 

Literatur:

Müller-Stich BP, Senft JD, Warschkow R, Kenngott HG, Billeter AT, Vit G, Helfert S, Diener MK, Fischer L, Büchler MW, Nawroth PP. Surgical Versus Medical Treatment of Type 2 Diabetes Mellitus in Nonseverely Obese Patients: A Systematic Review and Meta-Analysis. Ann Surg. 2014 Nov 17
Weiner R, El-Sayes I, Manger T, Weiner S , Lippert H, Stroh C; Obesity Surgery Working Group, Competence Network Obesity. Antidiabetic efficacy of obesity surgery in Germany: a quality assurance nationwide survey. Surg Obes Relat Dis. 2014 Mar-Apr;10(2):322-7.
Weiner R.A.(2009) Adipositaschirurgie: Indikation und Therapieverfahren. 2. Auflage.Bremen:UNI-MED Verlag ,ISBN 978-3-8374-1134-8
Weiner R.A. (Hrsg.) (2009) Adipositaschirurgie: Operationstechnik, Komplikationsmanagement und Nachsorge. München. Elsevier Urban&Fischer. ISBN 978-3-437-23025-7
 

Omega loop-Magenbypass

Der Omega loop-Magenbypass ist eine besondere Form der Magenbypass-Operation, bei der nur eine Neuverbindung zwischen dem Magenpouch und dem Dünndarm hergestellt wird. Aus diesem Grund wird diese Bypassform auch Ein-Anastomosenbypass genannt.

Im Rahmen der Operation wird am Mageneingang eine etwa 15 ml fassende Tasche (sogenannter Magenpouch oder Vormagen) gebildet. Der Hauptteil des Magens wird ausgeschaltet, verbleibt jedoch im Patienten. Die Magentasche wird anschließend mit dem Dünndarm verbunden, wobei eine bestimmte Strecke des Dünndarms (200cm Dünndarmstrecke) von der Nahrungspassage ausgeschlossen wird.

Der Hauptmechanismus für den Gewichtsverlust ist die Nahrungsrestriktion. Hormonale Veränderungen (GLP-1 Hormon, Ghrelin) und eine milde Malabsoprtion von Fett durch Gallensäureabsorption unterstützen die Gewichtsabnahme und beeinflussen die Insulinregulation.

Der positive Effekt auf eine vorbestehende Diabeteserkrankung ist nach diesem Verfahren besonders effektiv. Auch andere Komorbiditäten, vor allem die Faktoren die zur Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führen, wie erhöhte Cholsterinwerte und Fettwerte im Blut, werden durch einen Omega loop-Bypass effektiv behandelt.  Die Langzeitdaten beim Gewichtsverlust zeigen für den Omega-loop - Bypass einen Vorteil von zehn bis 15 Prozent gegenüber dem Magen-Bypass.
Der Nachteil dieses Verfahrens ist der potenzielle Gallenreflux. Das Risiko der ulzerösen Komplikationen (Geschwürbildung) einschließlich Blutungen und Stenosen (Engstellung) im Bereich zwischen Magen und Dünndarm ist relativ hoch. Auch ist fraglich, ob der dauerhafte Gallensäurenreiz eine Entartung der Schleimhaut hervorrufen kann. Aus diesem Grund sollte das Verfahren nur bei Patienten mit einem Alter über 40 Jahren eingesetzt werden. Zehn Prozent aller Patienten mit Omega loop-Bypass benötigen eine Revisions-Operation zur Be-seitigung des Refluxes.

Aus diesem Grund gilt aktuell der Roux Y- Magenbypass immer noch als Standardoperation in der Adipositaschirurgie. Es gibt unterschiedliche Gründe, die den Chirurgen dazu bewegen den Omega loop-Bypass als Operation zu wählen. Eine dieser Gründe ist eine vergrößerte Leber oder insgesamt fehlender Platz im Bauchraum während der Operation, was die Durchführung einer zweiten Darm-Darmverbindung erschwert.
Aus diesem Grund werden alle Patienten vor der Durchführung einer Magenbypassoperation sowohl über den Roux Y- Magenbypass als auch über den Omega loop-Bypass aufgeklärt, da die Entscheidung über die Verfahrenswahl häufig vom intraoperativen Befund abhängig ist.

Die Magenbypassoperation wird laparoskopisch, d.h. über 4-5 Einstiche in die Bauchdecke, durchgeführt. Vor der Operation ist eine zweiwöchige Flüssigphase einzuhalten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es hierdurch zu einer Verbesserung der verschiedenen Organfunktionen kommt, was die Grundlage für einen erfolgreichen und sicheren Operationsverlauf ist. Zudem führt eine präoperative Gewichtsreduktion von ca. 5 % des Körpergewichtes zu einer besseren langfristigen Gewichtsabnahme.

Eine parallele Änderung des Essverhaltens und daraus resultierend des Lebensstils ist wie bei jedem adipostiaschirurgischen Eingriff für den Erfolg unabdingbar. Eine lebenslange Substitution von Vitaminen und Spurenelementen ist elementar, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.   

Literatur:
R. Weiner. Adipositaschirurgie. Elsevier-Verlag 2011

Der Schlauchmagen

Die Schlauchmagenoperation ist neben dem Roux-Y Magenbypass eine der Standardoperationen in der Adipositaschirurgie. Bei der Schlauchmagenoperation wird 90% des Magenvolumens entfernt, so dass der Magen am Ende der Operation ein Volumen von ca. 70 ml fasst. Der abgetrennte Magen wird entfernt und das Volumen gemessen. Ab einem entfernten Volumen von mindestens 500 ml tritt der Effekt der Gewichtsreduktion ein. Die Operation gehört zu den restriktiven Verfahren (Magenverkleinerung) in der Adipositaschirurgie, wirkt jedoch auch hormonell über die Reduktion des Hormons Ghrelin (Hungerhormon).
Durch die Magenverkleinerung wird das Sättigungsgefühl schon nach kleinen Mengen an Nahrung erreicht, durch die fehlende Ghrelinproduktion bleibt ein neu auftretendes Hungergefühl aus.

Eine parallele Änderung des Essverhaltens und daraus resultierend des Lebensstils ist wie bei jedem adipostiaschirurgischen Eingriff für den Erfolg unabdingbar. Eine lebenslange Vitaminsubstitution sollte nach der Operation erfolgen. Im Speziellen sollte Vitamin B12  regelmäßig substituiert werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.   
                                                
Die Schlauchmagenbildung wird laparoskopisch, d.h. über 4-5 Einstiche in die Bauchdecke, durchgeführt. Vor der Operation ist eine zweiwöchige Flüssigphase einzuhalten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es hierdurch zu einer Verbesserung der verschiedenen Organfunktionen kommt, was die Grundlage für einen erfolgreichen und sicheren Operationsverlauf ist. Zudem führt eine präoperative Gewichtsreduktion von ca. 5 % des Körpergewichtes zu einer besseren langfristigen Gewichtsabnahme.
Die Operation kann außer bei einem histologisch gesicherten Barrett- Ösophagus (Schleimhautveränderungen in der Speiseröhre) bei jedem morbid adipösen Patienten, unabhängig von Alter, BMI und Begleiterkrankungen durchgeführt werden.
Bei Patienten mit einem extrem hohen BMI (BMI > 60kg/m²) ist es manchmal primär erforderlich eine konservative Therapie zur Gewichtsreduktion unter stationären Bedingungen durchzuführen, um das Operationsrisiko zu minimieren.
In besonderen Fällen wird im Anschluss an die Schlauchmagenoperation ein malabsorptives Verfahren (biliopankreatische Diversion) durchgeführt.  

Literatur:
Weiner R.A.(2009) Adipositaschirurgie: Indikation und Therapieverfahren. 2. Auflage. Bremen. UNI-MED Verlag, ISBN 978-3-8374-1134-8.
Weiner R.A., Peterli R. (2012) Laparoscopic gastric sleeve (Operation primer; vol 11) Heidelberg, Springer Verlag, ISBN 978-6-3422-3889-5.
Weiner R.A. (Hrsg.) (2009) Adipositaschirurgie:Operationstechnik, Komplikationsmanagement und Nachsorge. München, Elsevier, Urban&Fischer Verlag. ISBN 978-3-437-23025-7.

sleeve-gastrectomy (english)

(historical background)

This operation primer marks the continuation of a series of successful books, which cover various fields of surgery, including obesity and metabolic disorders. After publishing guidebooks for laparoscopic adjustable gastric banding and gastric bypass, we are pleased to offer the latest addition focusing on sleeve gastrectomy.Worldwide, sleeve gastrectomy is becoming an increasingly popular procedure in the treatment of obesity. Initially introduced as a component of complex interventions, such as the biliopancreatic diversion with duodenal switch (DS), and later as part of a two-stage operation in high-risk patients, the procedure is now more common as a one-stage operation and the subject of avidscientific discussion.The concept of longitudinal gastric resection is not new. The procedure was first established in ulcer surgery in the 1920’s and reintroduced in the 1960’s by M. Saegesser, a fellow of Ernst Heller, but thereafter faded in popularity.

The modern procedure of longitudinal gastric resection, also known as sleeve gastrectomy, was incorporated quite late into the repertoire of obesity surgery. In 1993, P. Marceau and co-workers modified biliopancreatic diversion, originally introduced by N. Scopinaro. They replaced horizontal gastric resection with longitudinal gastric resection on the side of greater curvature, combining preservation of the pylorus and doubling the length of the “common tract” to 100 cm.The first laparoscopic BPD-DS was performed in 1999 by M. Gagner along with the first laparoscopic sleeve gastrectomy (LSG). Frequent complications and a high mortality rate in patients with a high BMI (> 60kg/m2) led to a two-step procedure: first, LSG and after significant weight loss, the second step was performed under better conditions with increased safety for the patient. However, due to sufficient weight loss and high patient satisfaction, a number of patients did not reappear for the second procedure.T

hese experiences in the United States, Belgium and Germany were the basis for introduction of the LSG as a single-stage procedure into the spectrum of procedures in the treatment of morbid obesity. The value of sleeve gastrectomy within the spectrum of surgical weight loss and metabolic procedures is still under discussion. While not the preferred universal procedure for bariatric surgery, experience and success from other procedures simplified and facilitated the development of sleeve gastrectomy, offering a potentially attractive treatment option.Rudolf WeinerPart of the preface to the book OP PRIMER GASTRIC SLEEVE 2012

Vertikale Gastroplastik

Ich habe eine vertikale Gastroplastik - was nun?
Die offene vertikale Gastroplastik (VBG) wurde in den 70-er bis 90-er Jahren bei etwa 1.000 Patienten in Deutschland durchgeführt. Die Operation galt weltweit als Standardverfahren in der Adipositaschirurgie. In den Folgejahren wurde der Eingriff aber  zunehmend von dem steuerbaren Magenband abgelöst und gilt heute als veraltet.
Bei der vertikalen Gastroplastik wird über einen Bauchschnitt ein vertikaler Pouch hergestellt und durch eine Band- oder Ringverstärkung gestärkt.
Eine ganze Reihe von Patienten konnte erfolgreich mit Hilfe dieser Operation ihr Gewicht reduzieren und den Gewichtsverlust über lange Zeiträume halten.

Die zwei häufigsten Langzeitkomplikationen nach einer vertikalen Gastroplastik sind die Klammernahtruptur (Fistelbildung zwischen Magen-Pouch und Restmagen) und die Stenose (Engstellung) im Bereich des Bandlagers. Die Klammernahtruptur ist in der Literatur mit einer prozentualen Häufigkeit von bis zu 48% und die Stenose mit einer Häufigkeit bis zu 20% beschrieben.
Kommt es im Verlauf zu einem plötzlichen Wiederanstieg des Körpergewichtes, ist der medizinische Grund dafür meistens eine Klammernahtruptur
Die zweithäufigste Langzeitkomplikation ist die Stenose (Engstellung) im Bereich des Bandlagers. Diese führt zu chronischem Erbrechen. Die Patienten können keine feste Nahrung mehr bei sich behalten und sind im Verlauf mangelernährt.

Wenn Sie als Patient an einer Gewichtszunahme oder an einem dauerhaften Erbrechen nach vertikaler Gastroplastik leiden,  dann sollten Sie sich in unserer Sprechstunde vorstellen. Über die operative Umwandlung in eines der modernen Standardverfahren kann dann gesprochen werden.  
Die Möglichkeiten der Umwandlung sind jedoch individuell verschieden. Aus jahrelanger Erfahrung wissen wir, dass eine Umwandlung der vertikalen Gastroplastik in einen Magenbypass, einen Schlauchmagen und auch eine biliopankreatische Diversion nach Scopinaro möglich und hilfreich ist. Ihr Adipositaschirurg wird Sie in einem persönlichen Gespräch näher darüber informieren.

Literatur:
Daskalakis M, Scheffel O, Theodoridou S, Weiner RA. Conversion of failed vertical banded gastroplasty to biliopancreatic diversion, a wise option. Obesity Surgery. 2009 Dec;19(12) :1617-23.

Biliopankreatische Diversion

Unser Exzellenzzentrum für Adipositaschirurgie bietet im Leistungsspektrum nicht nur die sogenannten Goldstandard Operationen an, sondern ist auch in der Lage, Expertenoptionen anzubieten, die nur in ausgewählten Kliniken laparoskopisch durchgeführt werden. Hierzu zählen alle Operationen, deren Ziel die biliopankreatische Teilung ist und die somit malabsorptive Verfahren darstellen. Die gewichtsreduzierende Wirkung beruht auf einer Verdauungsstörung, indem der größte Teil des Dünndarms umgangen wird.

Die Indikation für die Operation wird streng durch Ihren Adipositaschirurgen gestellt. Die Operation der biliopankreatischen Diversion wird zum einen zur Gewichtsreduktion bei Patienten mit hohem BMI (> 55 kg/m2) und zum anderen zur Therapie der Nebenerkrankungen (Diabetes mellitus II, Arterielle Hypertonie etc.) durchgeführt. Bei Patienten, bei denen ein restriktives Verfahren (Magenband, Schlauchmagen oder Roux-Y-Magenbypass) kein befriedigendes Ergebnis erzielt, muss immer über einen Verfahrenswechsel (vom restriktiven zum malabsorptiven) diskutiert werden.

Essentiell beim BPD ist neben der Expertise des Operateurs eine adäquate, gut strukturierte und lebenslange Nachsorge. Die jahrzehntelangen Erfahrungen hinsichtlich der Operationen als auch der Patientenbetreuung, während und nach solchen Eingriffen erlauben uns, auch die technisch anspruchsvollsten Operationen nicht nur durchzuführen, sondern die Patienten auch entsprechend lebenslang zu begleiten.  Durch die klinikinternen Strukturen ist es uns möglich, das multimodale Konzept im Rahmen der Erstvorstellung/Indikationsstellung, des Krankenhausaufenthaltes während der Operation, als auch in der lebenslangen Nachsorge umzusetzen. Es steht speziell ausgebildetes Personal in Form von Viszeral- und Adipostaschirurgen, plastischen Chirurgen, Diabetologen, Psychologen, Ernährungsberatern, Fachkrankenschwestern und Krankengymnasten zur Verfügung, um den hohen Erwartungen eines Exzellenzzentrum für Adipositaschirurgie gerecht zu werden.

Biliopankreatische Diversion nach Scopinaro

1976 wurde diese Operation erstmals von Nicola Scopinaro in Genua, Italien durchgeführt und genießt bis heute den Ruf als eine der effektivsten bariatrischen Operationen. Die Operation therapiert nicht nur das Übergewicht sondern insbesondere den Diabetes mellitus Typ II und weitere adipositasassoziierte Nebenerkrankungen.
Bei der Operation wird der Magen auf ein Volumen von 200-300ml verkleinert, der Restmagen (Antrum) kann belassen oder entfernt werden. Anschließend wird ein großer Teil des Dünndarms umgangen und es findet in diesem Teil keine Resorption der Nahrung statt. Die Verdauungssäfte (biliopankreatisch) werden erst deutlich später der Nahrung zugeführt und insgesamt stehen ca. 50 cm Dünndarm für die Verdauung zur Verfügung.

Durch die Umleitung der Verdauungssäfte kommt es zu einer permanenten, selektiven Verdauungsstörung für Fett und Stärke. Die Gewichtsreduktion beträgt innerhalb der ersten zwei Jahre ca. 80% des Übergewichts.

Es kommt, bedingt durch die Verdauungsstörung, zu Veränderungen des Stuhlverhaltens, hier sei insbesondere auf häufigere konsistenzgeminderte übelriechende Stuhlgänge (Fettstühle) hingewiesen. Diese sind in der Regel jedoch im Laufe der Zeit rückläufig. Des Weiteren berichten Patienten über einen veränderten Körpergeruch. Den Patienten muss gegenwärtig sein, dass postoperativ lebenslang Supplemente (Vitamine, Spurenelemente, Calcium, Protein, etc) in Form von Tabletten, Pulver bzw. Injektionen zugeführt werden müssen. Mangelerscheinungen können schwerwiegende Komplikationen hervorrufen und die Patienten bedürfen einer lebenslangen Nachsorge in einem geeigneten Zentrum.  

Durch die Umgehung des Magenpförtners, welcher eine passageregulierende Funktion besitzt, kann es insbesondere im Rahmen von Diätfehlern zur sogenannten Dumpingsymptomatik kommen. Das bedeutet, dass es durch die zu rasche Passage insbesondere von Kohlenhydraten zu einer überhöhten Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse mit einer reaktiven Hypoglykämie kommt (Spätdumping) oder aber die zu rasche Passage der Nahrung in den Dünndarm eine inadäquaten Volumenverschiebung bewirkt (Frühdumping). Beide Reaktionen des Körpers gehen einher mit Kreislaufdepression, Schweißausbrüchen, Schwindel, Herzklopfen etc.

Literatur:
Weiner R.A.(2009) Adipositaschirurgie: Indikation und Therapieverfahren. 2. Auflage. Bremen: UNI-MED Verlag, ISBN 978-3-8374-1134-8
Weiner R.A. (Hrsg.) (2009) Adipositaschirurgie: Operationstechnik, Komplikationsmanagement und Nachsorge. München, Elsevier, Urban&Fischer Verlag.
ISBN 978-3-437-23025-7
Scopinaro N et al. Bilio-pancreatic bypass for obesity: II. Initial experience. Br J Surg. 1979 Sep;66(9):618-20.

Biliopankreatische Diversion nach Larrad

Die Biliopankreatische Teilung nach Larrad ist eine Modifikation der biliopankreatischen Teilung nach Scopinaro. Bei der Operation wird der Magen auf ein Volumen von 200-300ml verkleinert, der Restmagen (Antrum) kann belassen oder entfernt werden. Anschließend wird ein großer Teil des Dünndarms umgangen und es findet in diesem Teil keine Resorption der Nahrung statt. Die Verdauungssäfte (biliopankreatisch) werden 50 cm vor dem Dickdarm eingeleitet, jedoch wird die Verdauungssäfte führende Schlinge mit 50 cm ebenfalls kurz gehalten, woraus sich eine längere alimentäre (die Nahrung führende Schlinge) ergibt. Dadurch kommt es im Vergleich zum BPD – Scopinaro zu einer leichten Abschwächung der malabsorptiven Komponente, da in dieser Schlinge auch ohne die Verdauungssäfte bereits eine gewisse Nährstoffaufnahme stattfindet.

Durch die Umleitung der Verdauungssäfte kommt es zu einer permanenten, selektiven Verdauungsstörung für Fett und Stärke. Die Gewichtsreduktion beträgt innerhalb der ersten zwei Jahre ca. 80% des Übergewichts. Es kommt, bedingt durch die Verdauungsstörung, zu Veränderungen des Stuhlverhaltens, hier sei insbesondere auf häufigere konsistenzgeminderte übelriechende Stuhlgänge (Fettstühle) hingewiesen. Diese sind in der Regel jedoch im Laufe der Zeit rückläufig. Des Weiteren berichten Patienten über einen veränderten Körpergeruch. Den Patienten muss gegenwärtig sein, dass postoperativ lebenslang Supplemente (Vitamine, Spurenelemente, Calcium, Protein, etc) in Form von Tabletten, Pulver bzw. Injektionen zugeführt werden müssen. Mangelerscheinungen können schwerwiegende Komplikationen hervorrufen und die Patienten bedürfen deshalb einer lebenslangen Nachsorge in einem geeigneten Zentrum.  

Durch die Umgehung des Magenpförtners, welcher eine passageregulierende Funktion besitzt, kann es insbesondere im Rahmen von Diätfehlern zur sogenannten Dumpingsymptomatik kommen. Das bedeutet, dass es durch die zu rasche Passage insbesondere von Kohlenhydraten zu einer überhöhten Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse mit einer reaktiven Hypoglykämie kommt (Spätdumping) oder aber die zu rasche Passage der Nahrung in den Dünndarm eine inadäquaten Volumenverschiebung bewirkt (Frühdumping). Beide Reaktionen des Körpers gehen einher mit Kreislaufdepression, Schweißausbrüchen, Schwindel, Herzklopfen etc.

Literatur:
Weiner R.A.(2009) Adipositaschirurgie: Indikation und Therapieverfahren. 2. Auflage. Bremen: UNI-MED Verlag, ISBN 978-3-8374-1134-8
Weiner R.A. (Hrsg.) (2009) Adipositaschirurgie: Operationstechnik, Komplikationsmanagement und Nachsorge. München, Elsevier, Urban&Fischer Verlag.
ISBN 978-3-437-23025-7
Scopinaro N et al. Bilio-pancreatic bypass for obesity: II. Initial experience. Br J Surg. 1979 Sep;66(9):618-20.

Biliopankreatische Diversion mit Duodenal-Switch

Die Weiterentwicklung des effektiven BPD nach Scopinaro unter dem Vorsatz der Reduktion der unerwünschten und beim BPD eben auch möglicherweise drastischen Nebenwirkungen, führte zur biliopankreatischen Teilung mit duodenalem Switch.
Auch hier wird sich zunächst einer restriktiven Komponente bedient, indem der Magen verkleinert wird. Hierbei wird jedoch nicht horizontal sondern vertikal der Magen durchtrennt, sodass ein Schlauchmagen mit einem Zielvolumen von 150-200ml entsteht. Bei stark übergewichtigen Patienten mit einem entsprechenden Risikoprofil kann die Operation an diesem Punkt beendet werden (siehe Kapitel Schlauchmagen).
                         
Bei Bedarf kann zu einem späteren Zeitpunkt die Operation durch die malabsorptive Komponente vervollständigt werden (zweizeitiges Vorgehen). Beim einzeitigen Vorgehen wird direkt nach der Bildung des Schlauchmagens die biliopankreatische Teilung vorgenommen. Hierbei wird der Zwölffingerdarm (Duodenum) unmittelbar hinter dem Magenpförtner durchtrennt und blind verschlossen. Stattdessen wird ein späterer Anteil des Dünndarms (Jejunum) angeschlossen (Switch).

Die Verdauungssäfte werden anschließend durch eine weitere Dünndarm-zu-Dünndarmverknüpfung der Nahrung spät zugeführt, sodass eine gemeinsame Verdauungsstrecke von 75 bis 100 cm resultiert.
Bei dieser Operation besteht aufgrund der technischen Komplexität das höchste perioperative Risiko aller bariatrischen Eingriffe. Schlussendlich wird dieses Risiko jedoch eingegangen, da der BPD-DS die effektivste aller Operationen bezogen auf Gewichtsverlust, Therapie der Nebenerkrankungen und Vermeidung von Nebenwirkungen zu sein scheint.
Dennoch muss auch hier explizit erwähnt werden, dass es sich um ein malabsorptives Verfahren, mit all seinen Risiken hinsichtlich möglicher Mangelerscheinungen, handelt. Den Patienten muss gegenwärtig sein, dass postoperativ lebenslang Supplemente (Vitamine, Spurenelemente, Calcium, Protein, etc) in Form von Tabletten, Pulver bzw. Injektionen zugeführt werden müssen. Mangelerscheinungen können schwerwiegende Komplikationen hervorrufen und die Patienten bedürfen einer lebenslangen Nachsorge in einem geeigneten Zentrum. Es kommt, bedingt durch die Verdauungsstörung, zu Veränderungen des Stuhlverhaltens, hier sei insbesondere auf häufigere konsistenzgeminderte übelriechende Stuhlgänge (Fettstühle) hingewiesen. Diese sind in der Regel jedoch im Laufe der Therapie rückläufig. Des Weiteren berichten Patienten über einen veränderten Körpergeruch.

Da der Magenpförtner in der Passage bleibt, greifen durch diesen die natürlichen Regelmechanismen und verhindern eine Sturzentleerung des Magens. Folglich resultiert kein Dumpingsyndrom, bekannt aus Operationen, welche den Pylorus aus der Passage nehmen (BPD-Scopinaro, Roux-Y-Magenbypass).

All die genannten Punkte führen dazu, dass bei jedem Patienten aufs Neue präoperativ eine Risiko/Nutzen Analyse durchgeführt wird, um zu entscheiden, wer überhaupt für eine solche Operation in Frage kommt.
Das Exzellenzzentrum für Adipositaschirurgie im Sana-Klinikum bietet jegliche operative als auch konservative Möglichkeit zur Gewichtsreduktion und im Rahmen unserer Sprechstunden stehen wir für weitere Fragen selbstverständlich auch persönlich zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Literatur:
Weiner R.A.(2009) Adipositaschirurgie: Indikation und Therapieverfahren. 2. Auflage. Bremen: UNI-MED Verlag, ISBN 978-3-8374-1134-8
Weiner R.A. (Hrsg.) (2009) Adipositaschirurgie: Operationstechnik, Komplikationsmanagement und Nachsorge. München, Elsevier, Urban&Fischer Verlag.
ISBN 978-3-437-23025-7
Scopinaro N et al. Bilio-pancreatic bypass for obesity: II. Initial experience. Br J Surg. 1979 Sep;66(9):618-20.

Single anastomosis duodeno-Ileal bypass (S.A.D.I.)

Die S.A.D.I-Operation (Single anastomosis duodeno-Ileal bypass – with sleeve - gastrectomy) wird bei Patienten durchgeführt, bei denen die Indikation zum duodenalen Switch (Biliopankreatische Diversion mit Duodenal Switch, BPD - DS) besteht , aber aufgrund eines zu hohen BMI (>55 Kg/m²) oder bei zu geringem intraabdominellem Raum während der Operation (wie z.B. nach einer Bauchdeckenplastik oder bei extremen viszeralen Fettgewebe) die Operation so nicht durchführbar ist.
Gegenüber der biliopankreatischen Diversion mit duodenalem Switch (BPD-DS), gestaltet sich die S.A.D.I-Operation technisch etwas einfacher, da man nur eine Anastomose  (Neuverbindung) zwischen Zwölffingerdarm- und Dünndarm herstellt. Nach der Schlauchmagenbildung und Durchtrennung des Zwölffingerdarms hinter dem Magenpförtner, wird lediglich diese eine Anastomose angelegt und der Zwölffingerdarm direkt mit dem Dünndarm (Ileum) verbunden. Daraus resultiert eine gemeinsame Verdauungsstrecke von  250cm.

Wie bei allen Operationen der biliopankreatischen Diversion besteht aufgrund der technischen Komplexität ein höheres perioperatives Risiko. Die Operation zeigt bezogen auf den Gewichtsverlust, die Therapie der Nebenerkrankungen und Vermeidung von Nebenwirkungen sehr gute Ergebnisse.
Dennoch muss auch hier explizit erwähnt werden, dass es sich um ein malabsorptives Verfahren, mit all seinen Risiken hinsichtlich möglicher Mangelerscheinungen, handelt. Den Patienten muss gegenwärtig sein, dass postoperativ lebenslang Supplemente (Vitamine, Spurenelemente, Calcium, Protein, etc) in Form von Tabletten, Pulver bzw. Injektionen zugeführt werden müssen. Mangelerscheinungen können schwerwiegende Komplikationen hervorrufen und die Patienten bedürfen einer lebenslangen Nachsorge in einem geeigneten Zentrum. 

Es kommt, bedingt durch die Verdauungsstörung, zu Veränderungen des Stuhlverhaltens, hier sei insbesondere auf häufigere konsistenzgeminderte übelriechende Stuhlgänge (Fettstühle) hingewiesen. Diese sind in der Regel jedoch im Laufe der Therapie rückläufig. Des Weiteren berichten Patienten über einen veränderten Körpergeruch.
Da der Magenpförtner in der Passage bleibt, greifen durch diesen die natürlichen Regelmechanismen und verhindern eine Sturzentleerung des Magens. Folglich resultiert kein Dumpingsyndrom, bekannt aus Operationen, welche den Pylorus aus der Passage nehmen (BPD-Scopinaro, Roux-Y-Magenbypass).
All die genannten Punkte führen dazu, dass bei jedem Patienten aufs Neue präoperativ eine Risiko/Nutzen Analyse durchgeführt wird, um zu entscheiden, wer überhaupt für eine solche Operation in Frage kommt.

Das Exzellenzzentrum für Adipositaschirurgie im Sana-Klinikum bietet jegliche operative als auch konservative Möglichkeit zur Gewichtsreduktion und im Rahmen unserer Sprechstunden stehen wir für weitere Fragen selbstverständlich auch persönlich zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Umwandlungsoperation und Revisionseingriffe

Eine Umwandlungsoperation wird als Verfahrenswechsel oder „Switch“ bezeichnet und wird bei inadäquatem Gewichtsverlust (= effektiver Gewichtsverlust weniger als 30%), bei einer deutlichen Gewichtszunahme, oder bei  unzureichendem metabolischem Effekt (z.B. Wiederauftreten von Diabetes mellitus) durchgeführt.
In der Regel handelt es sich um einen Wechsel von einem restriktiven Verfahren (z.B. Magenband, Schlauchmagen oder vertikale Gastroplastik) zu einem kombiniert restriktiv-malabsorptiven Verfahren (z.B biliopankreatische Diversion, biliopankreatische Diversion mit duodenal-switch oder Magenbypass).

Als Revisionseingriffe werden Operationen bezeichnet, deren Zweck die Wiederherstellung der Restriktion ist (z.B. Re-Banding, Pouchnachresektion nach Magenbypass, blind-loop-Nachresektion nach Magenbypass, Banding nach Magenbypass oder Nachresektion nach Schlauchmagen) oder die Beseitigung von aufgetretenen Nebenwirkungen und Komplikationen (bei Dumping, Mangelernährung oder Refluxkrankheit).

Als internationales Adipositaszentrum und Exzellenzzentrum bieten wir Ihnen die gesamten Revisionseingriffe und Umwandlungsoperationen an.
Die Umwandlungsoperationen von einem zuvor implantierten Magenband, einem bestehenden Schlauchmagen oder einer vertikalen Gastroplastik in einen Magenbypass sind für uns standardisierte Eingriffe. Zusätzlich bieten wir Ihnen die komplexeren Experten-Operationen, wie z.B die Umwandlung nach Magenband- Implantation, des Schlauchmagens, der vertikalen Gastroplastik und des Magenbypasses in eine biliopankreatische Diversion mit duodenal-Switch (BPD-DS) an.

Literatur:

Weiner R.A. (Hrsg) (2009) Adipositaschirurgie: Operationstechnik, Komplikationsmanagement und Nachsorge. München .Elsevier Urban&Fischer. ISBN 978-3-437-23025-7
Daskalakis M, Scheffel O, Theodoridou S, Weiner RA. Conversion of failed vertical banded gastroplasty to biliopancreatic diversion, a wise option. Obesity Surgery. 2009 Dec;19(12):1617-23.

Weitere Verfahren
  • Bandverstärkter Bypass
  • Distaler Magenbypass
  • Bandverstärkter Schlauchmagen